Donnerstag, 18. September 2014

La Sandia, El Pollo, El Bombero y El Tallarín

Damit ihr keinen Google-Übersetzer benutzen müsst und euch dann wundert, dass der Titel komisch ist, gibt es hier gleich die Übersetzung: Die Wassermelone, Das Huhn, Der Feuerwehrmann und die Bandnudel. Und die Erläuterung: Dies sind die Titel der spanischen Kinderlieder, die ich bis jetzt gelernt habe. Von jedem dieser Kinderlieder kann man einen wunderbaren Ohrwurm bekommen. Aber es macht immer wieder Spaß sie mit den Kinder zu singen und die Bewegung mitzumachen.

Außer Kinderliedern lernte bzw. wiederholte ich schriftliches addieren, subtrahieren, multiplizieren und dividieren auf peruanische Art und Weise. Es hat seine Zeit gebraucht bis ich wusste wo das Ergebnis der Division zu finden ist. Das kleine Ein-Mal-Eins sitzt jetzt wieder perfekt. Auch die Schreibschrift, wie in der Grundschule gelernt, übe ich fleißig, da ich den Kindern die Buchstaben immer an die Tafel zeichne und außerdem auf Papier, damit die Kinder sie mit Knete nachformen. Des Weiteren praktiziere ich täglich Gehirnjogging, in dem ich mir die Namen der Kinder versuche zu merken und sie dann auf die Schnelle auch aufsagen kann.

Eine Person, die ich in zwischen sehr lieb gewonnen habe, ist Carola, die Lehrerin der "Kleinen" bei "Manitos Trabajando". Wir reden oft miteinander über die Kinder. Sie schenkt mir auch ihr Vertrauen im Bezug auf die Kinder. Meist gibt sie mir in der Zeit, in der die Kinder duschen, Aufgaben zum Ordnen und Verschönern des Klassenzimmers. Es gibt einfach immer viel zum Arbeiten und dass gibt mir auch das Gefühl gebraucht zu werden. Sie bedankt sich auch immer total herzlich bei mir.

In dieser Woche gab es dann noch zwei besondere Veranstaltungen bei "Manitos Trabajando": Am letzten Freitag fand für alle Mitarbeiter von CANAT ein neunstündiger Workshop zum Thema "Weibliche und Männliche Identität" statt. Auch wenn dieses Themengebiet mittlerweile in Deutschland sehr nervig und beinahe penetrant geworden ist, war es dennoch spannend die peruanische Sichtweise zu erfahren. Das die meisten Frauen für Küche, Kinder und Haushalt zuständig sind, früh schwanger werden und schwerer Zugang zu Bildung erhalten wurde beim Workshop als gängige Realität beschrieben. Auch der allgegenwärtige "Machismo" war ein großes Thema. Nach fünf Stunden schwand meine Konzentration dann sehr drastisch.
Die zweite Veranstaltung war am heutigen Tag. Es handelte sich um eine Nachmittagsveranstaltung für die Eltern von Carolas Klasse. Sie wurden wie ihre Kinder über die Wichtigkeit des Ausweises und der Krankenversicherung unterrichtet. Außerdem konnten sie sich für einen Ausflug in einen Freizeitpark  mit ihren Kindern an diesem Samstag eintragen.  Auch ich werde ausnahmsweise diesen Samstag den Ausflug begleiten und nicht nach La Tortuga fahren. Es ist schön nun auch einige Eltern der Kinder zu kennen, so erfahre ich mehr über ihre Herkunft und ihre Lebensumstände.

In meiner Freizeit trainiere ich fleißig meinen Becken und meinen Oberkörper zu den Salsarhythmen zu schwingen. Irgendwie ist mein Körper dazu aber nicht in der Lage.

Also dann bis zum nächsten Donnerstag!

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