"Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes": mit diesen Worten segnete Juan, ein Jesuit und der Präsident CANATs, die neue Ludoteca in Monica Zapata zur Eröffnung. In seiner Ansprache an die anwesenden Kinder und deren Eltern unterstrich er, dass das Wohl unser Kinder besonders wichtig ist und dass wir uns Tag täglich um sie bemühen müssen, da sie sonst wie eine nicht gegossene Pflanze vergehen.
So viel vorweg zu den Eröffnungsfeiern der Ludotecas in Castilla und Monica Zapata, die beide sehr gelungen waren. In sauberen, ordentlichen, mit Luftballons ausgeschmückten Ludotecas empfingen wir die Eltern und Kinder. Dann hießen Juana, die Koordinatorin der Ludotecas, Gaby, die Chefin CANATs, die Eltern und Kinder willkommen. Schließlich stellten wir uns als Team vor: Neben Juana besteht dies ausn drei Ex-Manitos (ehemalige Teilnehmer des Programms Manitos Creciendo), neuen Freiwillige aus Spanien, Frankreich, Belgien und den USA und uns vier Deutsche. Zum Abschluss zogen wir mit Pfeifen und Rasseln "A jugar, a cantar, la Ludoteca va empezar" (Kommt zum Spielen und Tanzen. Die Ludoteca wird anfangen.) singend durch die Straßenzüge der Viertel. An einigen Ecken führten wir mit den Kindern altbekannte Spiele und Lieder durch. Bei diesem ganzen Lärm und Durcheinander übernahm ich in Monica Zapata das Tragen der zweijährigen Sofia. Nach zehn Minuten war sie sofort auf meinem Arm eingeschlafen, obwohl die Eröffnungsfeier eigentlich nicht so langweilig war. Mit ihrer großen Schwester brachte ich sie nach Hause zu ihrer Mama.
Bei der Eröffnungfeier in Monica Zapata lernte ich die Organisation "Vaso de Leche" (ein Glas Milch) kennen. Dies ist ein Zusammenschluss von Müttern, die jeden Morgen bei einer anderen Mutter ein Frühstück für ihre Kinder zubereiten. Die Nahrungsmittel wie Milch, Reis und Kekse werden von der Gemeinde Piura gespendet. Ein tolle Sache!
Außer der Organisation "Vaso de Leche" erscheint mir der Zusammenhalt der Bevölkerung von Monica Zapata auch sonst größer als der von Castilla. Wahrscheinlich liegt dies daran, dass die Einwohner Castillas überwiegend aus der Sierra Piuras kommt und somit meist etwas schüchterner und zurückhaltender ist.
Ein weiterer großer Unterschied zwischen Castilla und Monica Zapata ist immer noch die Anzahl der Teilnehmer der Ludotecas. In der regulären Ludoteca am Freitag in Monica waren im Abschlusskreis ungefähr 90 Kinder zu zählen und in Castilla sind es meist 20 bis 30! In Monica wir somit die volle Hilfe der Freiwilligen benötigt um die ganzen Kinder kontrollieren und angemessen betreuen zu können. Bloß gut, dass viele neue Freiwillige angekommen sind.
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