Nachdem ich ein aufregendes Wochenende als Zuschauer am Rande des Rugbyfelds und als Tourist in Catacaos (einem Handwerkerdorf nahe Piura) verbracht habe, verlief die Woche recht ruhig. Bei Manitos Trabajando in der Nachhilfeklasse kamen die ganze Woche über nur fünf bis drei Kinder, sodass es meist ein angenehm ruhiges und konzentriertes Arbeiten mit den Kindern war. Gestern gingen wir deswegen auch einmal aus unserem "Bibliothekskäfig" - ich nenne die Bibliothek so, weil sie mit Maschendraht von zwei Seiten verkleidet ist - heraus auf die Wiese davor. Wir spielten mit den Kindern im Kreis "Stille Post" und "Ich packe meinen Koffer".
Heute wartete dann auf die Kinder noch eine ganz besondere Überraschung. Gestern trafen sehr viele gebrauchte Kuscheltiere, Puppen und Spiele bei Manitos Trabajando ein. Alles Spenden. Das merkwürdige an der Geschichte ist nur, dass die Kinder diese Spenden heute an einem ganz normalen Donnerstag erhielten. Der einzige Grund sie jetzt auszuteilen, bestand darin, dass nicht genug Platz zum Lagern vorhanden ist. Für mich ist dies allerdings kein schwerwiegendes Argument. Schließlich rückt Weihnachten immer näher. Natürlich haben sich die Kinder trotzdem sehr gefreut. Fotografisch wurde der Akt natürlich festgehalten. Die Bilder werde ich morgen nachreichen.
Bevor allerdings der Nachmittag mit den Kinder anfing, versammelten sich die Mitarbeiter von CANAT erneut zu einer Weiterbildung. Mit übermäßig guter Laune und großer Motivation - die anderen Versammlungen waren bis jetzt sehr, sehr interessant ;) - ging ich heute früh um 8 Uhr zu Manitos Trabajando. Auf dem Weg überlegte ich bereits womit ich mir ein bisschen die Zeit vertreiben kann und was ich noch organisieren muss. Doch dann blieb mir schließlich weder Zeit zum Nachdenken noch zum fast Einschlafen, denn schon die Einleitung und alles was folgte war total spannend. Das Thema lautet "Kommunikation". Begonnen wurde mit der Betrachtung von Bildern, in denen außer dem sofort sichtbaren noch andere Objekte versteckt sind. Jeder sollte sich daran versuchen und alle entdeckten andere Formen. Daraus wurde geschlussfolgert, dass jeder aufgrund seiner unterschiedlichen Erfahrungen andere Sichtweisen entwickelt. Danach sollte jeder Teilnehmer ein Rezept für ein "Butter-Marmeladen-Sandwich" notieren. Der Vortragende nahm dann einige Rezepte zur Hand, spielte einen Außerirdischen und versuchte so ein "Butter-Marmeladen-Sandwich" zu kreieren. Es gelang ihm nicht, weil einfach keines der Rezepte präzise formuliert war. Dann sprachen wir viel darüber wie Konversationen verbessern kann. Eine andere Aufgabe war dann sich einen Gesprächspartner zu suchen, mit dem man nichts so vertraut ist und dann das Gespräch über Blickkontakt halten. Schwierige Aufgabe!
So ich hoffe bei meinem Bericht bleibt nichts unverständlich oder ungeklärt, wenn nicht fragt ruhig nach. Wir wollen schließlich keine Misskommunikation entwickeln.
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